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Topic

An economy without prices

A story of self-leadership

Date

30.09.2020

6:30 p.m.

Cancelled
Covid-19

Wir sind für das Hosten von Veranstaltungen bestens vorbereitet, ein eingespieltes Team im Umgang mit den besonderen Umständen und haben unseren Service, Bewirtung und sonstige Hygienemaßnahmen angepasst (Sitzabstand 1,5 m).

Maskenpflicht beim Betreten der Location.

Während der Veranstaltung können die Masken abgenommen werden, Voraussetzung ist immer die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m.

Verpflegung

In Zeiten der Pandemie müssen wir leider auf das geteilte Käsebuffet verzichten.

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Saloniers

Simon Scholl & Florian Koch

Managing Director at Kartoffelkombinat – der Verein e.V., Munich & Organizational Consultant and PhD Student at Friedrich Schiller University Jena

Florian Koch
Simon Scholl
Wie funktioniert die "Wirtschaft ohne Preise"?
Unsere Wirtschaft versagt angesichts des sich beschleunigenden Klimawandels, Artensterben und wachsender sozialer Ungleichheiten. Deshalb braucht es den Aufbau einer zukunftsfähigen Versorgung. Beim Gemeinschaftsgetragenen Wirtschaften gelingt das, indem sich Konsument*innen und Produzent*innen regelmäßig an einen Tisch setzen und ihre Versorgung zusammen organisieren. Sie bestimmen, wie produziert wird. Sie legen Standards wie faire Löhne und eine ökologische Produktionsweise fest. Sie tragen gemeinsam das Risiko, indem die laufenden Kosten eines Jahres durch Beiträge der Mitglieder gedeckt werden. Die Produkte und Dienstleistungen werden nicht mehr für einen Marktpreis verkauft, sondern gezielt auf die Bedürfnisse der Mitglieder hin produziert und verteilt. Dieser Zusammenschluss führt u.a. zu finanzieller Sicherheit für die Anbietenden und ermöglicht ihnen, mehr Wert auf ökologische und soziale Aktivitäten zu legen.
Von Community Supported Agriculture (CSA) zu Gemeinschaftsgetragenem Wirtschaften (CSX)
Die Idee der Community Supported Agriculture (dt.: Solidarische Landwirtschaft/Solawi) ist der Ausgangspunkt für diese innovative Form des Wirtschaftens und funktioniert nach dem Prinzip “Kosten und Ernte teilen”: Eine Gruppe von Menschen bildet eine Gemeinschaft und legt die gesamten laufenden Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs auf alle Mitglieder um. Dieses Prinzip lässt sich aber auch auf andere Bereiche übertragen – von einem gemeinschaftlich getragenen Gesundheitszentrum über Energieversorgung, Handwerk, Gastronomie und kreative Dienstleistungen bis hin zu Anbieter*innen von Freizeitaktivitäten. Community Supported Agriculture (CSA) wird also zu Community Supported X. Deshalb sprechen wir von CSX.
Simon Scholl
Für Simon Scholl sollte mit dem Aufbau des Münchner Kartoffelkombinats (KK), der ersten genossenschaftlich organisierten Solidarischen Landwirtschaft in Deutschland, eine Art Blaupause und damit auch ein weiterer Ausgangspunkt für sozial-ökologische Transformation entstehen.  
Nach über sieben Jahren als geschäftsführender Vorstand der KK eG, war für ihn Anfang 2019 ein guter Zeitpunkt gekommen, die operative Verantwortung für die Genossenschaft abzugeben, um die nächsten Entwicklungsschritte ins Visier zu nehmen. Mit seinem wachsenden Engagement über den Münchner Tellerrand hinaus merkte er schnell, dass sich die Solawi-Bewegung im Moment sehr dynamisch entwickelt. Er begann in einem Homepage-Projekt die wichtigen Erfolgsprinzipien- und strategien für Solawi-Genossenschaften zusammenzutragen und für die breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig gewinnt durch die Anwendung dieser innovativen Wirtschaftsweise in anderen Bereichen die Bewegung der Gemeinschaftsgetragenen Wirtschaftsweise weiter an Vielfalt und Größe. Simon Scholl ist der festen Überzeugung, dass die Idee der Solidarischen Landwirtschaft eine der vielversprechendsten Ausgangspunkte für auch größer gedachte, zukunftsfähige und resiliente Wertschöpfungsräume ist.
Florian Koch
Seit vielen Jahren setzt sich Florian Koch tiefergehend mit Fragen der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Transformation auseinander. Er arbeitete in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Lateinamerika, ergänzte diese Erfahrungen mit einem wissenschaftlichen Aufbaustudium in ökologischer Ökonomie und fand anschließend seinen Weg in die Solidarische Landwirtschaft. Als Projektleiter war er im Kartoffelkombinat für verschiedene partizipative Prozesse der Organisationsentwicklung zuständig und engagiert  sich in der Solidarischen Landwirtschaft und im Bereich Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften als Berater, Vortragender, Facilitator und Mitgärtner. Darüber hinaus promoviert er im Fach Soziologie an der Universität Jena zu den Bedingungen gelingender sozial-ökologischer Transformationsprozesse.
Florian Koch ist es ein besonderes Anliegen Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, um vielversprechende Wege im Labyrinth der Transformation hin zu einer lebenswerten und zukunftsfähigen Gesellschaft zu finden. Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften ist für ihn einer dieser Wege, den es sich lohnt weiterzugehen, um zu schauen wo er hinführt.  
Christoph Kraller

Wir sind verschwenderisch in der Förderung unserer Mitarbeiter.

Creative Leadership Salon Journal

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